Paris - Stadt der Mode?
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer
ist die Schönste in der ganzen Stadt? Samstag Abend auf der Champs Élysées:
dünne Mädchen stolzieren mit ihren Highheels, kurzen Röcken
und Krokodilledertaschen auf und ab- ein Blickfang für Männer
jeden Alters.
Es ist wie ein Schaulaufen der
schönsten und attraktivsten Mädels. Und davon hat Paris, die sogenannte
Stadt der Mode, genügend zu bieten. Hier gilt der Leitspruch: je
schicker, desto besser. Selbst als Ausländer wird man von den
Trends der Saison mitgerissen.
Und das Gute daran ist, dass man für
trendige Klamotten gar nicht tief in die Tasche greifen muss, wenn
man die richtigen Geschäfte kennt. Unzählige Läden, meist
geführt von Asiaten und Afrikanern, bieten zu sehr günstigen
Preisen topaktuelle Klamotten an. Ob die Qualität dem Preis dann
entspricht, sei dahingestellt.
Doch für viele weniger wohlhabende
Leute sind diese Bekleidungsgeschäfte eine gute Alternative den
Modetrends zu folgen. Und das tun sie auch. Überall- ob in der
Metro, in der Fußgängerzone oder im Büro- bei jeder
Gelegenheit wissen die Pariser sich zu kleiden. Besonders für
die Jugendlichen sind Klamotten ein absolutes Statussymbol.
Angesagt sind bei jungen Männern
die Röhrenhosen, Chucks oder auch schwarze spitze Lackschuhe und
körperbetonte Pullover. Die Mädels zeigen sich gerne in
kurzen Röcken, manchmal Leggins darunter und Highheels, aber oft
auch in den angesagten Röhrenhosen. Wer nicht cool aussieht, hat
überhaupt keine Chance.
So gibt es ganze Straßenzüge
entlang Läden, die einem die billigen Klamotten nur so
„nachschmeißen“. Allerdings kostet das Einkaufen in solchen
Läden viel Nerven, da die Verkäufer freundlich sein wollen
und sehr aufdringlich sein können. So kommt es schon mal vor,
dass man Dinge ersteht, die man eigentlich nicht haben möchte.Aber es geht natürlich auch
anders. Wenn man an Paris denkt, verbindet man die Stadt gleich mit
Models, Laufsteg, topaktuelle Mode, schicke Partys, dicke Autos und
Luxus ohne Ende. In bestimmten Stadtvierteln findet man auch die
Nobelboutiquen, in denen ein Abendkleid so viel kostet wie ein
Kleinwagen. Bekanntestes Beispiel ist die Galerie Lafayette, die man
als Paris- Tourist unbedingt mal gesehen haben muss. Schon allein das
Gebäude mit der aufwendig verzierten Glaskuppel ist einen Besuch
wert.
Und ansehen kann man sich ja die
unerschwinglichen Kleidungsstücke. Teilweise ist die Kleidung
sogar elektronisch angebunden, damit sich niemand daran vergreift.
Wenn man dann doch mal probieren
möchte, muss man erst eine nette Verkäuferin aufsuchen und
darum bitten, es mal anziehen zu dürfen.
Wer nun wissen möchte, was gerade
hip ist, muss nur einen Spaziergang durch die Innenstadt machen und
man sieht die interessantesten und exotischsten Menschen. Man zeigt
sich eben gerne. Manchmal hat man das Gefühl, die Menschen
würden nur durch die Stadt bummeln, um sich und damit die
aktuellen Modetrends zu zeigen. Und so kann man durchaus sagen, dass
Paris seinem Ruf als „Stadt der Mode“ durchaus gerecht wird.
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